Wie wir arbeiten
Was leicht aussehen mag, hat ein klares Fundament: Sicherheit - Miteinander - Verbundenheit. Nach diesen Grundsätzen gestalten wir unsere Räume und Beziehungen ganz bewusst.
Grundlagen
Vorbereitete Umgebung
Kinder lernen durch Ausprobieren. Darum sind unsere Räume altersgemäß eingerichtet. Sie ermöglichen und fördern die Eigenständigkeit der Kinder. Wir sind geduldig und lassen sie ausdauernd probieren und Erfahrungen sammeln. Dabei können Kinder ihre Kompetenz entfalten und in ihrem Tempo wachsen.
Miteinander auf Augenhöhe
Wir sind neugierig auf die Kinder und an ihrem Tun interessiert. Wir belehren sie nicht oder sagen ihnen, wie etwas geht. Sie dürfen eigene Erfahrungen sammeln und eigenständig herausfinden, wie Dinge funktionieren. Dabei teilen wir ihre Freude und Begeisterung und freuen uns mit ihnen über jede neu erworbene Fähigkeit.
Geborgenheit
Wir lassen die Kinder erleben, dass sie gesehen und beachtet werden. Wir nehmen auf, was sie uns zeigen und antworten darauf. Sie spüren im Umgang mit uns, dass sie Einfluss haben und niemals ausgeliefert sind. Nicht manchmal, sondern zuverlässig. Geborgenheit ist die Gewissheit: “Ich bin hier sicher. Mir kann hier nichts geschehen.”
-
Vollständiges Konzept
Wie wir diese Grundlagen konkret im Alltag umsetzen, haben wir ausführlich in unserem Konzept beschrieben.
Unsere Arbeitsweise - verbunden und lösungsorientiert
Unser erster Blick gilt stets den Kindern. Was beschäftigt sie? In welcher Situation befinden sie sich gerade? Was brauchen sie? Darauf antworten wir und lassen die Kinder fühlen und erleben, dass sie von uns gesehen und beachtet werden.
In herausfordernden Situationen suchen wir nach Lösungen, die deshalb funktionieren, weil sie den Bedürfnissen aller Beteiligten Rechnung tragen. Wir setzen nicht durch, was wir für “richtig” halten, sondern suchen nach dem, was angemessen ist. Dabei sind wir bereit, auch neue Wege zu gehen und aus unseren Erfahrungen zu lernen. Denn das Wohlergehen der Kinder ist für uns wichtiger als recht zu behalten.
Im Gespräch mit den Eltern
Kinder bedeuten permanente Veränderung. Sie wachsen, entwickeln und verändern sich. Nichts bleibt lange so, wie es heute gerade ist. Darum stimmen wir uns Tag für Tag neu darauf ab, was gerade aktuell ist und geben unsere Beobachtungen an die Eltern weiter. Dabei haben wir stets im Blick: Jedes einzelne Kind und die Gemeinschaft der Kinder. Wir nutzen dabei vielfältige Wege und Formate, um den beständigen Austausch mit den Eltern zu pflegen.
-
Kinder bedeuten Veränderung. Das macht immer wieder ein erneutes Hinschauen nötig und erfordert immer wieder neue Abstimmung. Darum sind wir im regelmäßigen Austausch mit den Eltern: Was ist gerade los – bei eurem Kind, in der Gruppe, in der Kita?
-
Zweimal im Jahr laden wir die Eltern jeder Gruppe zu einem Elternabend ein. Dort erzählen wir vom Alltag in der Gruppe: Was die Kinder beschäftigt. Was gerade wichtig ist. Was neu ist. Was sich verändert hat. Was schön ist. Was herausfordernd ist. Dazu zeigen wir Bilder aus dem Gruppenalltag, die den Eltern einen anschaulichen Eindruck davon vermitteln, wie es in der Gruppe gerade zugeht.
Zu Hause erzählen Kinder oft nicht sehr ausführlich von ihrer Zeit in der Kita und bei Eltern bleiben immer wieder Fragen offen. Auf einem Elternabend können wir Fragen, die Eltern haben, beantworten und so für das eine oder andere Aha-Erlebnis sorgen. Mit mehr Hintergrundinformationen können Eltern oft besser verstehen, worüber ihr Kind mit ihnen gesprochen hat.
-
Einmal jährlich nehmen wir uns Zeit für ein Elterngespräch, in dem es nur um das eigene Kind geht. Wir berichten von unseren Beobachtungen. Womit das Kind beschäftigt ist. Mit wem und was es zurzeit gerne spielt. Was es gerade ausprobiert. Was es gelernt hat. Was sich verändert hat. Dazu schauen wir uns auch gemeinsam die Bilder in den Portfolio-Ordnern an. Dort sammeln wir Monat für Monat Bilder aus der Kitazeit des Kindes und können gemeinsam staunend nachvollziehen, was sich im letzten Jahr alles verändert hat.
-
Einmal im Monat verschicken wir per Mail unseren Monatsbrief an die Eltern. Dafür schreibt jede Gruppe einen Beitrag und berichtet, was die Kinder der Gruppe im vergangenen Monat erlebt haben und was sie zurzeit beschäftigt. Bilder vervollständigen diesen Rückblick auf den Monat und geben einen Eindruck von der Stimmung in der Gruppe.
-
Beim Bringen und beim Abholen der Kinder nutzen wir gerne die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch über das, was ein Kind gerade beschäftigt, erlebt oder gelernt hat, und teilen mit den Eltern, was während ihrer Abwesenheit passiert ist. Wir haben außerdem ein offenes Ohr für besondere Situationen und Veränderungen zu Hause – schlecht geschlafen, Zahnen, windelfrei, kein Mittagsschlaf etc.
Wir schätzen den persönlichen Kontakt und haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass vieles im Alltag einfacher wird, wenn wir es auf kurzem Wege miteinander besprechen.
-
Jede Woche bekommen die Eltern eine Infomail von uns mit aktuellen Informationen, die alle Eltern oder alle Eltern einer Gruppe betreffen – Termine, Feste, Veränderungen. So sind alle gleichermaßen auf dem Laufenden, wenn sich Abläufe ändern („Die Sonne brennt wieder. Cremt bitte euer Kind vor der Kita mit Sonnenschutz ein.“, „Schaut mal nach, ob euer Kind Mütze und Handschuhe im Fach hat.“), Besonderes bevorsteht („Zum Midsommarfest können alle Kinder, die das möchten, weiß gekleidet in die Kita kommen.“, „In zwei Wochen wollen wir gemeinsam Laterne laufen.“) oder Informationen aus dem Büro an alle Eltern weitergegeben werden sollen („Im nächsten Monat führen wir wieder die Viereinhalbjährigen-Gespräche.“).
-
Manchmal erleben Kinder eine herausfordernde Zeit und benötigen mehr Unterstützung als zu anderen Zeiten. Dann führen wir auch außer der Reihe Elterngespräche. Wir setzen uns mit den Eltern zusammen, um gemeinsam zu besprechen und zu beraten, was uns das Kind gerade zeigt und wie ihm geholfen werden kann. Wir haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass das Zusammenführen der verschiedenen Perspektiven auf das Kind in der Kita und zu Hause hilfreich ist, um es gut begleiten und unterstützen zu können. Gemeinsam verstehen wir mehr und gemeinsam erreichen wir auch mehr.
-
Immer wieder bieten wir für interessierte Eltern Elternabende zu spezifischen Kindheits- oder Erziehungsthemen an: „Fördermöglichkeiten bei Linkshändigkeit“, „Was tun, wenn Kinder beißen?“ oder „Freundlich ‚Nein‘ sagen“. Auch der Ankommens-Elternabend für Eltern, deren Kind im nächsten Quartal zu uns kommt, gehört dazu. Dabei beschreiben und erklären wir, wie unser Ankommen funktioniert, beantworten Fragen zum Kita-Start und erläutern, welche Rolle die Eltern dabei spielen.